ARTist - Projekt - Rüdiger Heim - Arbeitswelten Fotografie

Rüdiger Heim - Arbeitswelten Fotografie
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Abraumhalde

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In den vergangenen 125 Jahren wurde im Kalirevier an der Werra tief unter der Erde eine Fläche von rund 1.000 Quadratkilometern bearbeitet - fast so groß wie das Stadtgebiet von München. In vielen Familien geht mittlerweile die vierte Generation „auf den Schacht“. Die Menschen wissen, dass die Region mit dem Kalibergbau gewachsen ist und sich von einer „vergessenen Ecke“ am Ende des letzten Jahrhunderts zu einem der weltweit wichtigsten Kalireviere gewandelt hat.

Die Kalisalze werden überwiegend in der Düngemittelproduktion genutzt; im Kartoffelanbau ist der Kalidünger an der Stoffbildung im Blatt sowie der Ableitung und Speicherung der Stärke in der Knolle wesentlich beteiligt.

Rund 20 Millionen Tonnen kali- und magnesiumhaltige Rohsalze landen jährlich zur Weiterverarbeitung in den Fabriken an der Werra. Weithin sichtbare Symbole des boomenden Industriezweiges sind die bis zu 200 Meter hohen Abraumhalden. Auf diesen künstlich geschaffenen Bergen werden die unverwertbaren Rückstände des unter Tage geförderten Rohsalzes aufgetürmt. Rund 300 Millionen Tonnen an Produktionsrückständen sind auf den drei Halden aufgehäuft.

Bis etwa zum Jahr 2060 kann an der Werra zu wirtschaftlichen Bedingungen Kali gefördert werden.

Die Fotografien und Composings dokumentieren die durch den Abraum produzierte Zumutung für das Gesichtsfeld im ländlichen Raum sowie in einer urbanen Utopie.
Text und Bilder: Rüdiger Heim | Januar 2021
Webmaster | April 2021 | alle Rechte vorbehalten - Arbeitswelten Fotografie
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